Frühere Jahresfora

Madrid 2008

Veranstaltet durch die Regierung von Spanien kamen beim ersten Forum der Allianz der Zivilisationen am 15. und 16. Jänner 2008 in Madrid politische EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen von internationalen und regionalen Institutionen, religiöse Entscheidungsträger, JugendvertreterInnen, UnternehmensmanagerInnen und Zivilgesellschaftsgruppen zusammen. Sie legten den Grundstein für offenen Dialog zur Verringerung von Polarisierungen zwischen Nationen und starteten gemeinsame Initiativen, um interkulturelle Verständigung global zu fördern. Dass dabei über 900 TeilnehmerInnen und 89 offizielle Delegierte anwesend waren, ist ein Beweis dafür, welches Interesse die Allianz auf der ganzen Welt erweckt hat.

Für das Forum wurden 3 Plenarsitzungen und 8 Arbeitssitzungen über den Verlauf von zwei Tagen hinweg organisiert. TeilnehmerInnen aus 78 Ländern diskutierten Themen so vielfältig wie die Rolle der Medien im interkulturellen Dialog, die Herausforderungen und Bedürfnisse, mit denen religiöse Entscheidungsträger als Befürworter des Friedens konfrontiert sind, sowie die Möglichkeiten, die Multikulturalität der Geschäftswelt bieten kann. Praktisch ermöglichte das Forum eine einzigartige, internationale Plattform für Regierungsorganisationen, internationale Organisationen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft, um Partnerschaften zu schmieden und konkrete Initiativen im Bereich des interkulturellen und interreligiösen Dialoges entwickeln, vor allem in den vorrangigen Themengebieten der Allianz nämlich Bildung, Jugend, Migration und Medien.

Auch wurde ein Gipfeltreffen der Group of Friends der Allianz abgehalten. Das Treffen, an dem ungefähr 70 Länder (46 davon auf Ministerial- oder äquivalenter Ebene) und 13 internationale Organisationen teilnahmen, veranschaulichte die breite politische Unterstützung, die der Allianz zuteilwird. Bemerkenswerte Resultate dieses Zusammenkommens waren die Unterzeichnung der fünf „Memoranda of Understanding“ durch den Hohen Repräsentanten  – gemeinsam mit der UNESO, der Arabischen Liga, der ISESCO, ALESCO und der UCLG (United Cities and Local Governments), die Absichtserklärung mit dem Europarat und die Enthüllung der Länderstrategien, um die Zielsetzungen der Allianz auf nationaler und regionaler Ebene zu implementieren.

 

Istanbul 2009

Zwischen dem 6. und 7. April 2009 wurde das zweite Forum der Vereinten Nationen Allianz der Zivilisationen in Istanbul abgehalten. Das Forum ist das in der Welt führende Ereignis, das den Fortlauf interkultureller Verständigung zum Ziel hat.

Das zweite Forum der Allianz der Zivilisationen mobilisiert Energien, Vorstellungskraft und Ideen einer breit gefächerten Gemeinschaft von engagierten Partnern, von internationalen Organisationen bis hin zu Medien, von Regierungen zu Zivilgesellschaften, und von religiösen Entscheidungsträgern zu JugendvertreterInnen. Vom 6. – 7. April 2009 trafen über 1000 TeilnehmerInnen – darunter verschiedene Regierungschefs, über 50 Minister, wie auch politische EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen von Stiftungen, Medien und Zivilgesellschaften aus aller Welt – im Ciragan Palace Hotel in Istanbul zusammen, um neue Partnerschaften zu schmieden und Ideen zur Vertrauensbildung und Kooperation zwischen vielfältigen Gemeinschaften zu generieren. Das Forum bot auch die Möglichkeit zur Bestandsaufnahme der Initiativen, die die Allianz entwickelt hatte, um praktische Projekte in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und Geschäftspartnern umzusetzen.

Rio 2009

Das dritte Forum der Vereinten Nationen Allianz der Zivilisationen wurde am 28. und 29. Mai 2010 in Rio de Janeiro veranstaltet. Es ermöglichte ein Netzwerk von Entscheidungsträgern aus der Politik und Wirtschaft, Aktivisten der Zivilgesellschaft, der Jugend, JournalistInnen, Internationalen Organisationen und religiösen Entscheidungsträgern, durch das Kräfte vereint und Maßnahmen vereinbart wurden, Vorurteile zu bekämpfen und Bedingungen für lang anhaltenden Frieden aufzubauen.

 

Doha 2011

Von 11. – 13. Dezember 2011 trafen mehr als 2.500 TeilnehmerInnen, einschließlich Staatsoberhäupte, AußenministerInnen, NGO’s, VertreterInnen der Zivilgeselschaft, EntscheidungsträgerInnen der Jugend, Stiftungen, Medien, Hochschul- und WirtschaftsvertreterInnen, in Doha zum 4. Forum der Allianz der Zivilisationen (UNAOC) zusammen. Das Doha Forum behandelte drei Schlüsselthemen:

  • Wie wirkt sich kulturelle Diversität auf Entwicklung aus? – das fehlende Glied
  • Förderung von Vertrauen und Toleranz, um Entwicklungsziele voran zu bringen
  • Neue Strategien für interkulturellen Dialog, Verständigung und Kooperati  

Das Forum nahm das Thema des fehlenden Glieds zwischen Kultur und Entwicklung, sowie dem Bild kultureller Diversität in Angriff und welche notwendigen Werkzeuge hergestellt werden müssen, damit der kulturelle Faktor ein Schlüsselelement der Entwicklungspolitik  werden kann.